„Quartier der Zukunft“ auf dem Kasernenareal

In der September-Ausgabe von #Teuschertrifft stand ein Ort mit einem grossen städtebaulichen Potential im Fokus: Das Kasernenareal im Nordquartier. Der Wegzug des Militärs aus der Bundesstadt würde viele interessante Nutzungen für das Quartier ermöglichen.

Seit einigen Jahren ist immerhin die Kasernenwiese für alle zugänglich. In verschiedenen Schweizer Städten sind Diskussionen um die Zukunft der Kasernenareale entbrannt – auch in Bern. Statt Forderungen zu stellen, habe ich am 24. September den Dialog mit der Quartierbevölkerung gesucht und und eine Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Quartier sowie den Städten Basel und Zürich organisiert. Dort sind die Vorstellungen und Pläne bezüglich ihrer Kasernenareale bereits weiter fortgeschritten als in Bern, wo nach der Sistierung von QuanTerra (eine von der Stadt abgelehnte Luxusvariante seitens Kanton) im Jahr 2009 der Stillstand eingetreten ist.

Mir schwebt auf dem Kasernenareal ein „Quartier der Zukunft“ vor. Ein Ort, wo die Grüne Wirtschaft im Kleinen und Konkreten umgesetzt wird. Es gibt bereits heute in grösseren Städten auf dieser Welt Areale, welche die Kreislaufwirtschaft bis in letzter Konsequenz umgesetzt haben (z.B. Hammarby Sjöstadt in Stockholm). Nachhaltige Quartiere, in denen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Entsorgen etc. alles an einem Ort stattfinden kann. Somit ist auch preisgünstiges und ökologisches Wohnen garantiert. Zudem hat die Zwischennutzung der Feuerwehrkaserne Viktoria gezeigt, wie gross das Bedürfnis nach kreativen Räumen im Quartier ist. Neben preisgünstigem Wohnraum soll deshalb auch Platz geschaffen werden für Experimente – nicht nur bezüglich Wohnformen sondern z.B. auch bezüglich share-economie, Integration (Geflüchtete, Menschen mit Behinderung,…) oder für künstlerische Aktionen. Die rege Diskussion am #Teuschertrifft macht eines klar: Bern ist bereit für ein Leuchtturmprojekt. Nutzen wir das Kasernenareal kreativ und ökologisch um!

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Gute Stimmung auf dem Rundgang

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Spannende Diskussion in der Kaserne mit Res Hoffmann (Bern), Peter Schuler (Basel) und Andreas Wirz (Zürich)

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