Was genau ist Ausserholligen? Ein Quartierrundgang

Eine Gruppe Interessierter spazierte mit GB-Vizepräsident Johannes Künzler durch das Gebiet Ausserholligen. Dabei kamen – auf informative, aber auch auf literarische Weise – verschiedene Aspekte einer ökologischen und sozialen Stadtentwicklung zur Sprache, und es wurde angeregt diskutiert.

Bei Sonnenschein und milden Temperaturen fanden sich am Samstagnachmittag gegen 30 Leute beim Europaplatz ein, um mit Johannes Künzler durch den Perimeter des Entwicklungsschwerpunkts Ausserholligen zu spazieren.

Diese Stadtlandschaft rund um den Europaplatz, die sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren stark verändern wird, ist zerfurcht von Verkehrsschneisen, Industriebrachen und Lagerarealen. Wir haben uns gefragt: Wo gibt es trotzdem Anknüpfungspunkte, damit hier ein Stück Stadt entstehen kann, und zwar eines für Menschen und nicht nur für Autos, Lastwagen und Schnellzüge? Vieles ist (einfallsreich!) provisorisch und öffnet interessante Zukunftsperspektiven – anderes aber ist bereits zukunftsweisend gebaut und bereit für die nächsten Generationen.

Nach einem kurzen Input zum Europaplatz als mögliches Quartierzentrum und dem Haus der Religionen als Ort von Austausch und Integration machte sich die Gruppe auf Richtung Westen. Bei der neuen städtischen 2000-Watt-Siedlung Stöckacker Süd entführte uns der Schriftsteller und Utopist P.M. (per Tonband) nach Brasilien in ein ökologisches Modellstädtchen. Weitere Stationen waren etwa das Schulhaus Stöckacker, die Familiengärten und das Weyerli. Unter dem Autobahnviadukt durch, über Industriebrachen, Neubaugelände und durch den finsteren Steigerhubel-Tunnel gelangten wir zur Warmbächlibrache und schliesslich an die Schlosstrasse.

Von Schulgärten und Parkanlagen war die Rede, von einem neuen Stadtteil um den neuen Fachhochschulcampus, von „Soft-Edges“, den sanften Übergängen vom privaten zum öffentlichen Raum oder der katastrophalen Situation für Fussgänger_innen sowie von einer recycelbaren Stadt und einem Boulevard im Dornröschenschlaf.

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