Bern macht Schule

mit Franziska Teuscher

MEINE IDEEN FÜR BERN

Als Gemeinderätin habe ich in meiner Direktion für Bildung, Soziales und Sport seit nunmehr acht Jahren die Interessen einer wachsenden und vielfältigen Bevölkerung vertreten. Ich habe ihre Anliegen aufgenommen, diese zusammen mit ihnen konkretisiert und wenn immer möglich umgesetzt. Es braucht ein gesundes Klima, damit es den Menschen in der Stadt wohl ist. Im Sinn von «global denken, lokal handeln» räume ich der Natur und dem Klima einen hohen Stellenwert in meiner Arbeit ein.

Nun möchte ich Bern als Stadt für alle, als eine Stadt mit hoher Lebensqualität, ganz im Sinn von «Bern macht Schule», festigen und weiterentwickeln.

 

BERN – DIE GRÜNE STADT

«Grün» hat in der rot-grünen Stadt Bern einen hohen Stellenwert, ich bin aber überzeugt, dass wir beim Klimaschutz weiter und deutlich zulegen müssen. Ich möchte Bern als Klimahauptstadt positionieren. Wir bauen nachhaltig, verdichtet, bezahlbar, die Umgebungsgestaltung ist naturnah. Um das Stadtklima für uns erträglicher zu machen, setze ich weiterhin auf mehr Bäume, die uns Schatten spenden, grüne Fassaden und Bodenentsiegelungen. Neuüberbauungen entsprechen der 2000-Watt-Gesellschaft. Ich will aber auch Null- und Plus-Energiebauten und –quartiere umsetzen, um aufzuzeigen, dass Gebäude auch selber Energie produzieren können. Klar ist, auf die (Schulhaus-)Dächer Berns kommen weitere Solaranlagen. Auch bei der lokalen, grünen Wirtschaft nimmt die Stadt mit ihrem Konzept für eine nachhaltige Ernährung mit lokalen, saisonalen, ökologisch und fair produzierten Nahrungsmitteln in den Kinder-Betreuungsinstitutionen eine Vorbildfunktion ein. Ich wünsche mir, dass die Stadt Rahmenbedingungen so setzt, damit sich innovative Unternehmen als Teil der Kreislaufwirtschaft positionieren können, in der Rohstoffe effizient und so lange wie möglich genutzt werden.

Um den Klimawandel zu stoppen, muss der Verkehr in Bern noch ökologischer werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Zufussgehen und das Velofahren noch attraktiver werden, ergänzt mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehr. Velofahren ist Teil der vielfältigen Sportstadt Bern und mit Velospielplätzen und Pumptracks ein attraktives und soziales Freizeitangebot für die heranwachsenden Generationen.

 

BERN – DIE STADT DER MITBESTIMMUNG UND DES SORGETRAGENS

Die Quartiere sind der Lebensmittelpunkt der Menschen, wo Wohnen, Arbeit, Schule, (Ganztages-)Kinderbetreuung, Gewerbe, Sport, Grün- und Freiräume sowie der Verkehr gut mit- und nebeneinander funktionieren müssen. Damit der Mix stimmt, will ich die Mitsprache der Quartierbevölkerung und die generationenübergreifende Nachbarschaftshilfe und Mitverantwortung weiter stärken. Eine Stadt ist so gut wie sie zu ihren schwächsten Gliedern Sorge trägt. Daher hat für mich die Gesundheit und das zueinander Sorge tragen einen hohen Stellenwert. Armut macht krank, Krankheit macht arm: Mit dem bewährten Programm Gesundheitsfördernde Schulen und dem neuen Projekt Gesundheitsförderung in der Sozialhilfe soll dieser Teufelskreis aufgebrochen werden. Als Teil der Wohnstrategie Bern hat meine Direktion den Fokusbericht «Bezahlbarer Wohnraum für Armutsbetroffene» erarbeitet und dieser wurde in die städtische Wohnstrategie aufgenommen. Ich werde mich dafür stark machen, dass in der Stadt nun tatsächlich Wohnraum für alle zur Verfügung gestellt wird und Menschen nicht wegen zu hohen Mieten ihre Quartiere verlassen müssen.

Zusammen mit der Wirtschaft haben wir niederschwellige berufliche Qualifizierungsprogramme zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt etabliert. Solche Programme möchte ich weiterentwickeln, denn ohne gute (Weiter-)Bildung und Qualifizierung kann heute kaum jemand dauerhaft Fuss fassen in der Arbeitswelt.

 

BERN – DIE HAUPTSTADT DER INTEGRATION UND GLEICHSTELLUNG.

Beruf und Familie zu verbinden, liegt mir sehr am Herzen. Deshalb wollen wir in Bern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch den Ausbau von Tages- und Ganztagesstrukturen in der Kinderbetreuung stärken. Davon profitieren auch Kinder, weil sie gezielt unterstützt und gefördert werden können. In unserer Stadt leben Menschen aus 165 Nationen. Ein neues Angebot zur Förderung der Zweisprachigkeit sind die «Classes bilingues de la Ville de Berne». Das Angebot möchte ich weiter ausbauen, weil viele Eltern ein grosses Interesse daran haben. Zum spannenden Zusammenleben der Nationen müssen wir Sorge tragen und beispielsweise durch die Einführung einer CityCard, den Ausbau von Deutschkursen für Kinder und Erwachsenen die Mitgestaltungsmöglichkeiten ausbauen. Das eindrückliche Engagement vieler Bernerinnen und Bernern bei der Unterstützung geflüchteter Menschen sowie während der Corona-Pandemie steht für eine lebendige und solidarische Stadt.

 

BERN – DAS HERZ DER REGION.

In einer mobilen Gesellschaft führt Gärtchendenken nirgendwo hin, davon bin ich überzeugt. Was den Kanton betrifft, betrifft die Stadt, was die Stadt betrifft, gilt auch für andere Wirtschaftszentren. Eine zukunftsgerichtete, nachhaltige Entwicklung der Verkehrs-, Siedlungs- und Wirtschaftspolitik kann nur vernetzt, zusammen mit den Agglomerationsgemeinden und dem Kanton, gelingen. Mit einem breiten Bildungsangebot mit Universität, Fachhochschulen und weiteren Ausbildungsstätten, aber auch mit einer sorgfältigen Jugend- und Alterspolitik, einem vielfältigen Kulturangebot, mit attraktiven Sportanlässen und Freizeitangeboten nimmt Bern seine Zentrumsfunktion gerne wahr.